1912
Coupe de fruits et cornet de bonbons
1912

Louis Valtat

Dieppe 1869 - 1952 Paris

Öl auf Leinwand, 34 x 42 cm, monogrammiert unten rechts.

Jean Valtat: Louis Valtat. Catalogue de l'oeuvre peint, Band I, Paris, 1977, Nr. 954, mit Abbildung auf S. 107.

Provenienz: Privatsammlung, New York, USA; erworben aus dem englischen Kunsthandel, GB

Preis: € 24.000,-

 

Dieses Gemälde gehört zu einer Werkgruppe an Stillleben, die in den 1910er Jahren entstand und ihren Fokus auf Arrangements von Gemüse und Obst richtet.
Tischgerät aus Porzellan oder Silber wird mit Früchten der Natur kombiniert, wobei blassfarbiges Gemüse mit leuchtendem Kolorit von Früchten kontrastiert.
Einzigartig ist die dekorative Darstellung einer Bonbonschachtel, aus der buntes Naschwerk geschüttet wurde.

 

Biografie

Louis Valtat, der aus einer wohlhabenden Reederfamilie stammt, wurde 1869 in Dieppe (Frankreich) geboren. Er fühlt sich für die Kunst berufen und studiert er an der Akademie der Schönen Künste in Paris (1887-1891), dann an der "Academie Julian" (1891-1892), wo er auf Bonnard, Vuillard und Georges d' Espagnat trifft. Von 1889 an stellt Louis Valtat jedes Jahr regelmäßig im Pariser Salon des Indépendants, und im Herbstsalon aus. Er macht Reisen und hält sich oft im Ausland (England, Spanien, Italien, Algerien) auf.

1895 entwirft er zusammen mit Toulouse-Lautrec Bühnenbilder fürs Theater. Von 1895 bis 1901 malt der Künstler Bilder in der Art der Nabis: Interieurs, Portraits, Landschaften, in denen die Farbflächen oft dukeltonig umrandet sind. 1903 fand seine erste Einzelausstellung in der Galerie Ambroise Vollard statt.

Von 1897 bis 1913 verbringt er seine Zeit entweder in Paris oder in Agay (Var), wo er sich ein Haus hat bauen lassen. Dort wird er ständig mit den intensiven Rottönen der Felsen und den blauen Tonabstufungen des Meeres konfrontiert. Er begibt sich in die Bretagne und in die Normandie, um dort zu malen.

Kunstgeschichtlich ist Valtat ein wichtiges Bindeglied für den stilistischen Übergang in der Malerei von Monet bis Matisse. Louis Valtat wird als einer der Führer und Gründer des Fauvismus betrachtet.

In den zwanziger und dreißiger Jahren verwendet Louis Valtat hellere Farbtöne und stilisiert noch mehr seine Formen, wobei er immer noch seinen Hauptthemen treu bleibt, mit einer Vorliebe für Blumensträuße.

1948 verliert Valtat auf Grund einer Grünstarerkrankung seine Sehkraft fast vollkommen und muss aufhören zu malen. 1952 stirbt Louis Valtat in Choisel bei Paris. Im selben Jahr zeigt der Herbstsalon eine sehr umfangreiche erste Retrospektive seines Werkes, die für viele Besucher das facettenreiche Talent und den Wert dieses Künstlers für die Geschichte der Malerei dokumentiert.

 

HINWEIS: Sie erhalten ein echtes Originalgemälde des Künstlers, wie beschrieben und mit einer Dokumentationsmappe zum Objekt.
Zibelius Fine Art ist ein auf die Kunstrichtungen Impressionismus und Post-Impressionismus spezialisierter, renommierter Kunsthandel.
Sven Zibelius ist als Experte bekannt durch zahlreiche Publikationen und nationale sowie internationale Messeteilnahmen. Fairer Partner im Ankauf und Verkauf.
Bei Interesse an diesem Gemälde sprechen Sie uns gerne unverbindlich an. Wir geben Ihnen aufrichtig und umfassend alle Informationen die Sie wünschen.

 

Rahmung in schwarzbrauner Leiste

(im Preis enthalten)

Monogramm

Rückseite