c. 1903
Promeneuse au bord de la mer
c. 1903

Louis Valtat

Dieppe 1869 - 1952 Paris

Öl auf Leinwand, 54 x 65cm, signiert unten rechts.

Das Gemälde wird angeboten zusammen mit dem Echtheitszertifikat der Association Les Amis de Louis Valtat, Choisel, signiert von Julien Valtat und datiert vom 16. Juni 2011.
Das Werk ist unter der Referenz 4603 in den Archiven Louis Valtat in Choisel registriert und wird in den bevorstehenden Ergänzungsband des Werkverzeichnisses aufgenommen.

Provenienz: Ambroise Vollard (1865 - 1939), Paris, direkt vom Künstler erworben

Preis: € 58.000

 

Die Entstehung dieses Gemäldes steht im Zusammenhang mit der Freundschaft zu Paul Signac, den Valtat insbesondere in den Jahren 1902 -04 in St. Tropez häufiger besuchte. Gemeinsam unternehmen sie zahlreiche Ausflüge in einem kleinen Automobil, das Valtat letztlich 1904 von Signac übernimmt, im Tausch gegen ein Gemälde ähnlichen Sujets. Auch das vorliegende Gemälde wird am Mittelmeer entstanden sein, möglicherweise bei Le Dramont.

Der Vertrag, den Valtat im Jahr 1900 mit Vollard schloss und der bis 1912 gültig war, sorgte dafür, dass viele seiner Bilder, wie auch das vorliegende, in die Hände großer Sammler kamen.

 

Biografie

Louis Valtat, der aus einer wohlhabenden Reederfamilie stammt, wurde 1869 in Dieppe (Frankreich) geboren. Er fühlt sich für die Kunst berufen und studiert er an der Akademie der Schönen Künste in Paris (1887-1891), dann an der "Academie Julian" (1891-1892), wo er auf Bonnard, Vuillard und Georges d' Espagnat trifft. Von 1889 an stellt Louis Valtat jedes Jahr regelmäßig im Pariser Salon des Indépendants, und im Herbstsalon aus. Er macht Reisen und hält sich oft im Ausland (England, Spanien, Italien, Algerien) auf.

1895 entwirft er zusammen mit Toulouse-Lautrec Bühnenbilder fürs Theater. Von 1895 bis 1901 malt der Künstler Bilder in der Art der Nabis: Interieurs, Portraits, Landschaften, in denen die Farbflächen oft dukeltonig umrandet sind. 1903 fand seine erste Einzelausstellung in der Galerie Ambroise Vollard statt.

Von 1897 bis 1913 verbringt er seine Zeit entweder in Paris oder in Agay (Var), wo er sich ein Haus hat bauen lassen. Dort wird er ständig mit den intensiven Rottönen der Felsen und den blauen Tonabstufungen des Meeres konfrontiert. Er begibt sich in die Bretagne und in die Normandie, um dort zu malen.

Kunstgeschichtlich ist Valtat ein wichtiges Bindeglied für den stilistischen Übergang in der Malerei von Monet bis Matisse. Louis Valtat wird als einer der Führer und Gründer des Fauvismus betrachtet.

In den zwanziger und dreißiger Jahren verwendet Louis Valtat hellere Farbtöne und stilisiert noch mehr seine Formen, wobei er immer noch seinen Hauptthemen treu bleibt, mit einer Vorliebe für Blumensträuße.

1948 verliert Valtat auf Grund einer Grünstarerkrankung seine Sehkraft fast vollkommen und muss aufhören zu malen. 1952 stirbt Louis Valtat in Choisel bei Paris. Im selben Jahr zeigt der Herbstsalon eine sehr umfangreiche erste Retrospektive seines Werkes, die für viele Besucher das facettenreiche Talent und den Wert dieses Künstlers für die Geschichte der Malerei dokumentiert.

 

HINWEIS: Sie erhalten das echte Originalgemälde des Künstlers, wie beschrieben und mit einer Dokumentationsmappe zum Objekt.
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Rückseite